Bannflüche von Kaiser Justinian und die kirchliche Verfluchung des Origenes
Meilenstein des mörderischen Macht-Aufstiegs der Vatikankirche und verhängnisvolle Weichenstellung für das Abendland

Statue von Justinian I. in Skopje / Ramon Karolan / Pexels
Was wäre im Abendland geschehen, wenn Kaiser Justinian (482-565) nicht der katholischen Machtkirche erlegen wäre, die den Weisheitslehrer Origenes verfluchen liess? Origenes wusste noch um die Möglichkeit der Reinkarnation der menschlichen Seele und um das Gesetz von Saat und Ernte, doch unter Kaiser Justinian ließ die Romkirche ihn und die von ihm vertretene urchristliche Lehre von der "Präexistenz der Seele" (also der Existenz der Seele in den jenseitigen Welten, die dann bei der Geburt eines Menschen in diesen Körper inkarnieren kann) verfluchen; ebenfalls das Wissen darum, dass einst alle Seelen und beseelten Menschen – wenn auch unter Umständen erst nach Äonen – wieder in die ewige Heimat, die einst reine und gute Schöpfung Gottes, zurück kehren können.
Kosmisches Gesetz von Saat und Ernte
Wer das kosmische Gesetz von Saat und Ernte kennt, weiss, dass jede negative Handlung (= Saat) eine entsprechende negative Folge haben wird, wenn auch nicht sofort, aber dafür präzise. Und er weiss, dass jedes Geschehnis auf entsprechende Ursachen zurück geht, die in diesem Leben oder in früheren Inkarnationen gesetzt worden sind. Wie viele Kriege wären nicht geführt worden? Wie viele Morde und Selbstmorde wären unterblieben? Wie viele Rachehandlungen und Bösartigkeiten rechtzeitig erkannt und bereinigt?
Eine Folge der fortgesetzten Pervertierung christlicher Lehren unter den Kaisern Konstantin und Justinian ist auch die Entstehung des Islam.
Einige der Bannflüche von Kaiser Justinian lauten...
- Wer die Existenz der Seele vor der Menschwerdung und die daraus folgende Wiedergeburt vertritt
– den treffe den Bannfluch - Wer behauptete, Ursprung aller Vernunftwesen seien hohe Geister ohne grobstofflochen Körper gewesen und die alle hätten eine Einheit gebildet durch ihr göttliches Bewusstsein in ihrer Kraft und Wirkungsmöglichkeiten sowie in ihrer Einigkeit mit Christus; mit der Zeit aber habe sie Überdruss erfasst und so hätten sie sich dem Bösen zugewandt
– den treffe den Bannfluch - Wer behauptet, Menschen gehören zu jenen Vernunftwesen, die in der Liebe zu Gott erkaltet und deshalb an dichtere Leiber gebunden werden seien; wer von ihnen übelster Bosheit anheimgefallen sei, die seien an kalte und finstere Geistleiber gebunden worden und hiessen Dämonen und böse Geister
– den treffe den Bannfluch - Wer behauptet, aus dem Stand der Engel und Erzengel sei der Stand der Abgefallenen und aus diesem wiederum der Stand der Dämonen und Menschen entstanden
– den treffe den Bannfluch - Wer behauptet, der Christus, der – wie es heisst – von göttlicher Gestalt war...habe sich jüngst entäussert, um Mensch zu werden, da er Mitleid hatte wegen des sogenannten Abfalls, der die Wesen auseinanderriss, die vorher zusammengehörige Einheiten bildeten, in der Absicht, sie heimzuführen, sei er als Mensch gekommen, um ihnen Vorbild zu sein, sie wie er ehedem alles gewesen sei...; so habe er schliesslich ähnlich wie wir Fleisch und Blut erhalten, und sei den Menschen Vorbild geworden
– den treffe den Bannfluch - Wer behauptet, das kommende Gericht finde bei gänzlich aufgelöstem Körper des Betreffenden statt; am Ende stehe eine feinstoffliche Natur; in jener Zukunft werde nichts Grobstoffliches mehr bestehen, sondern bloss unsterblicher Geist
– den treffe den Bannfluch
Quelle: Der Theologe Nr. 103, aktualisiert am 15.7.2022
